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Sonntag, 11. September 2011

Das mit uns, das könnt was werden!!


Eine Stadt die man einfach nur toll finden kann. Nachdem ich nun schweren Herzens das schlechte Wetter in Deutschland gegen konstanten Sonnenschein und leichte Schwüle aufgeben musste, kann ich sagen: Die ersten zwei Tage waren schon was Feines.



Der Flug auf Grund des ‚pärchen‘ Pärchens doch leicht nervig. Es brachte mich wenigstens dazu die Hälfte der 2h zu schlafen. (Man merke, freie Platzwahl ist also auch nicht besser als vorgeschriebene) Aber bald aus dem schwebenden Etwas ausgestiegen, umhüllt einen eine Hitze, die schon fast ungewohnt ist. Den Weg dann zum Shuttle gefunden nachdem das Gepäck die Reise unbeschadet überstanden hat, reißt glatt erst einmal der Henkel des 13 Kilo schweren Handgepäcks. YAY. Ist aber egal, weil was solls. Schöner ist es doch, wenn man von allen Passanten begutachtet wird, wie man seinen Rollkoffer samt Handgepäck obendrauf versucht über das nett gemachte Pflasterstein zu bugsieren. Dass der Koffer dabei gelegentlich umkippt ist dann auch nur noch halb so schlimm, weil so weit kann es von der Haltestelle ja nicht mehr sein und die 2 jährigen Fünflinge vor einem hören bestimmt auch bald auf zu flennen. Aber Ziel erreicht und man muss die 33 Kilo ja nur noch in die 4. Etage schleppen und dann ist gut. Man erwartet aber noch nicht, dass die ERSTE Etage ja gar nicht mitgezählt wird. Was sind dann auch schon fünf. Eine mehr oder weniger. Ist ja auch egal wie man aussieht wenn man einen ersten Eindruck hinterlassen soll. 

Meine neue Mitbewohnerin Florence begrüßt mich und führt mich herum. Ich bin begeistert von der Größe der Wohnung und erst recht von meinem neuen Zimmer! Gelungen. Dann kanns ja auch direkt mal weiter in die Einkaufsmeile gehen um die ersten Utensilien wie Decke, Kissen und eben anderes ‚wichtiges‘ Zeugs zu besorgen. Die Sonne knallt auch noch um 18 Uhr und die Straßen platzen. Erst recht die Rambla de Catalunya, denn man kauft wohl auch als Tourist gerne ein. Lidl um die Ecke ist da schon etwas passender, schließlich stehen auf der Hälfte der Lebensmittel deutsche Worte. Wenn man in ein anderes Land zieht, lernt man ja aus dem Fernsehen, dann müssen die da auch meine Sprache sprechen! Ganz klar. Aber Wasser und die Grundnahrungsmittel sind ausreichend. 

Whiskey Cola ohne Cola
Um die Mitbewohner besser kennen zu lernen, geht’s nach dem Abendessen in eine Bar. Nur ist diese Bar nicht gewöhnlich, sondern gänzlich genial. Le Cyrano.. Konzept: Nur Spanier, günstigste Preise (3/4€ pro Longdrink), Ein Glas mit Eis und die 2 Flaschen des Getränks welches man konsumieren möchte. Man nehme selber die beiden Flaschen und Fülle das Glas ganz nach eigenem Belieben.. SALUT !! Geht alles auf. Leute sind gut drauf und Chefin muss immer wieder versuchen die Leute draußen zu halten. Komisch. Dass man sich in Spanien erst zu später Stunde trifft merkt man, dass es ab 12 erst richtig voll ist. Auch wenn die Disko im Anschluss nicht begeisternd war, waren die 3 Mitbewohner aus den unterschiedlichsten Ländern der Knaller! Im Anschluss nach den Kilometern des Tages im Bett zu liegen war eine Art Erlösung, aber alles in allem lief er gut und war doch ein perfekter erster Tag in dieser neuen Stadt.


Der Morgen danach war entsprechend mittelmäßig, vor allem wenn es doch so ungewohnt ist, dass es morgens schon so warm im Zimmer wird. Nach dem üblichen geht’s also nun auf um sich ein spanisches Handy klar zu machen. Nachdem der Mann im Phone House auf Spanglisch mir zu verstehen gegeben hat zu welchem anderen Phone House ich muss um das zu kriegen was ich will, muss ich durch la Rambla. Ohhh Gott das sind einfach zu viele Menschen! Warum die bei dieser Hitze nicht am Strand liegen versteh ich auch nicht ganz. Noch schwieriger zu verstehen waren allerdings die Menschenmassen bei IKEA. Aber nicht hinterfragen. Ich war ja auch da. Die 2 Riesentüten dann irgendwie vom Place d‘Espanya nach Hause getragen, weil das Kleingeld für eine weitere Bahnfahrt fehlte und die Menschen wie auch die Automaten wohl nicht so auf 50€ Scheine stehen.. Dumm gelaufen. Aber hält ja fit und die Treppen zu steigen ja sowieso erst recht. Mein Zimmer könnte man nun wohl eingerichtet und wohnlich nennen. 

Alles vorhanden und deswegen so zufrieden, dass man doch mal wieder raus könnte. Da die Bahn zu teuer ist und mein Deal mit Bycing dem super Fahrrad-Service noch nicht steht, muss man wohl mal wieder mit den müden Beinen laufen. Egal. Jenni auch von der TU in Dortmund wird bei Desigual getroffen, denn es wär mal Zeit für nen paar Bier vom Paki. Dose kost nen Euro und sowas wie Pfand existiert hier ja nicht. Dass man gleichzeitig offen und direkt gefragt wird Cerveza or ‚Coke‘ ist ja Gang und Gebe wie man so hört aber trotzdem auch mal wieder was neues. Schlürfend den Trubel der Stadt erleben und dann die ruhigen Ramblas genießen. Wenn da nicht die Bullerei wär, die uns zu verstehen geben will, dass man das Bier nicht trinken darf und es 50€ Strafe kostet. Bier geext und weiter geht’s. Das nächste organisieren. Dass man dann allerdings 50 Schwarze Männer sieht (wie schon Nachmittags in der Metro mit riesen großen Lakenballen wo man sich fragt was drin sein soll) die Taschen und Sonnenbrillen verkaufen die aus den Laken kommen, erwartet man nicht. Denn illegal. Aber Trick an der Sache: an jeder Ecke der Decke ist ein Faden und diese können dann nach Belieben schnell gezogen werden, so dass man hurtig verschwinden kann, wenn Polizisten auftauchen.Durften wir auch direkt live in Action erlebt. Aber das Gespräch mit dem Inder (kein Paki), der uns Bier verkaufen will, klang vielversprechend für uns so auch etwas Geld nebenher zu verdienen. Netter Kerl, dem wir bestimmt noch öfter mal am Placa de Catalunya begegnen werden. 

Der Weg nach Hause inzwischen schon altbekannt und erfreulich. Zum Schlafen kommt man dann leider kaum. Kann man auch nicht ändern, wird ja eh irgendwie mal irgendwann aufgeholt.  Es erwarten einen heute ja Erfahrungen bezüglich der ständigen Störungen am Strand. Um die zu Vermeiden könnte Schlaf wohl helfen. Mal sehen was das so ergibt. Ich bin gespannt. Ist aber auch unwichtig, denn alles ist großartig und toll und man kann noch gar nicht ganz glauben, wie gut man es hier hat! Und wenn nicht, dann weiß ich ja, der Paki kann einem da weiterhelfen :D 

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